Archiv

Gold und Silber, Licht und Schatten, Sonne und Mond,  Yin und Yang – man könnte diese Aufzählung bipolarer Wertigkeiten fortsetzen und trifft stets in den Objektbildern von Marek Radke auf ein bildnerisches Äquivalent an Entsprechungen. Sie haben eines gemein, sie offenbaren  in Farbe und Form sinnenhaft und haptisch die kreative Spannweite künstlerischer Formulierungen. Zugleich stellen sie den intellektuellen Anspruch nach einer zweiten Deutungsebene unter der von Farbspuren verdichteten Oberfläche. Einer der visuellen Auslöser für eine existentielle Sinnsuche ist Gold, Farbe und Materie zugleich, seit Jahrhunderten darauf verwandt, sakrale Inhalte anzuzeigen und als Mysterium in sich zu verschließen. In den neuen Arbeiten dieses Künstlers gerät es zu einem kraftvollen Instrument seiner unverwechselbaren Bildsprache.
Marek Radke wurde 1952 in Olsztyn / Polen, geboren und lebt heute in Bad Driburg. Viele Jahre hatte er sein Atelier in Oerlinghausen. Seine Bilder und Objekte sind in zahlreichen Ausstellungen in Europa und den USA gezeigt worden. 2008 erhielt er das Stipendium der New Yorker Pollock-Krasner Foundation.

Die Arbeiten des süddeutschen Malers und Zeichners Michel Meyer sind immer eine Gratwanderung zwischen Figur und Abstraktion, seine prägnanten Köpfe erlauben symbolhaft einen Blick hinter die Kulissen der menschlichen Psyche. Die Kunsthistorikerin Betha Maier-Kraushaar schreibt dazu: »Diese Bilder reißen den Betrachter aus seiner Geborgenheit, provozieren ihn höflich und laden ihn ein, sich für Ungewohntes, für Veränderungen zu öffnen: Eine Augendusche, die einen wieder das Staunen lehren kann. Michel Meyers Bilder machen aufmerksam, wach und empfindlich für die Stimmen der Zeit.« und Dr. Martin Stather (Mannheimer Kunstverein) sei folgendermaßen zitiert: »Seine Malerei eröffnet uns eine Nebenwelt, die nur eine Handbreit neben der unseren existiert und manches Mal unmerklich Überlappungszonen ausbildet. Mal karikaturhaft verzogen, dann wieder mit wunderbar leiser Poesie kommt sie daher und ist oft von lapidarer Prägnanz, die den Nagel auf den Kopf trifft«.