Skip to content Skip to footer

Kommende Matineen

Fünf Ausstellungen pro Jahr ermög­li­chen Künstlerische Leitung und Vorstand in ehren­amt­li­cher Tätigkeit ihren Mitgliedern und allen kunst­in­ter­es­sier­ten Bürgerinnen und Bürgern. Ziel aller Unternehmungen ist es, gera­de in einer lau­ten und ober­fläch­li­chen Welt Wege zu zei­gen, Augen zu öff­nen und Sensibilität zu wecken. Neben arri­vier­ten Persönlichkeiten der aktu­el­len Kunstszene wer­den immer wie­der jun­ge Künstlerinnen und Künstler auf­ge­for­dert, ihre Arbeiten in der Öffentlichkeit vor­zu­stel­len. Kunst in der Diskussion ist eine Schule für Toleranz. Lesungen, musi­ka­li­sche Veranstaltungen und Themenabende erwei­tern das anspruchs­vol­le Angebot des Kunstvereins Oerlinghausen.

06.09.–18.10.2026

Ausstellung

Beate Haupt

Begegnung mit Moses

Für ihre Ausstellung in der Alten Synagoge erar­bei­te­te die in Braunschweig leben­de und arbei­ten­de Künstlerin Beate Haupt, 1966 in Wolfenbüttel gebo­ren, die Werkreihe Begegnung mit Moses. Sie ent­wi­ckel­te sich aus einem Bild, das sie über Jahre im Kopf hat­te und das beim Schwimmen im Mittelmeer ent­stan­den war: Ein jun­ger Mann mit lan­gen Haaren stand im Wasser. Ein leich­ter Brustansatz ver­wisch­te die deut­li­che Zuordnung zum Geschlecht. Ein moder­ner Mann und doch wie aus einem alten Gemälde, glei­ßend ein­ge­hüllt von einem fah­len Hellviolett des Wassers. Diesen Mann will sie zei­gen, einen Moses der heu­ti­gen Zeit, stark und schwach zugleich, mit dem Wasser kämp­fend, sich ver­ängs­tigt umschau­end, stolz in die Fluten schrei­tend, das Wasser weg­pus­tend, schwim­mend, trei­bend. Beate Haupt gibt der bibli­schen Erzählung vom Zerteilen des Wassers und des Hindurchschreitens bewusst kei­nen Raum. Sie möch­te eine all­täg­li­che Geschichte zei­gen – so, wie sie heu­te statt­fin­det, auf der gan­zen Welt.

27.09.2026, 11:30 Uhr

Vortrag

Christina Végh

Kunstvereine und zeitgenössische Kunst

04.10.2026, 11:30 Uhr

Konzert

Jenny Meyer

Konzert mit Harfe

Herbst 2026

Buchpräsentation

Jürgen Hartmann, Isolde Müller-Borchert und Prof. Dr. Andreas Beaugrand

Neue Geschichte der Juden in Oerlinghausen

Die ver­schie­de­nen Synagogen von Oerlinghausen ste­hen im Mittelpunkt die­ser Veröffentlichung. Anhand ihrer Entstehung, ihrer bau­li­chen Veränderungen und ihrer Nutzung erzählt es die Geschichte eines Ortes, an dem jüdi­sches Leben über rund 250 Jahre hin­weg sicht­bar war – im Alltag wie im Ortsbild. Grundlage sind neu erschlos­se­ne Archivquellen, dar­un­ter bis­lang kaum aus­ge­wer­te­te Gemeinderechnungen und Verwaltungsakten. Sie erlau­ben es, die Geschichte der Oerlinghauser Synagogen seit dem 18. Jahrhundert erst­mals weit­ge­hend geschlos­sen nach­zu­zeich­nen.

Im Zentrum ste­hen die unter­schied­li­chen Synagogen: frü­he Betstuben in pri­va­ten oder ange­mie­te­ten Räumen ab der Mitte des 18. Jahrhunderts, dann zwei schlich­te Bauten und schließ­lich der reprä­sen­ta­ti­ve Neubau des spä­ten 19. Jahrhunderts an der Tönsbergstraße. Diese Synagogen erzäh­len zugleich von der Entwicklung der jüdi­schen Gemeinschaft vor Ort. Deutlich wer­den inner­jü­di­sche Konflikte, reli­giö­se Orientierungen und sozia­le Veränderungen.

Darüber hin­aus nimmt die Veröffentlichung die Umgebung in den Blick, in der die­se Synagogen ent­stan­den und bestan­den. Fragen von Integration und Ausgrenzung, der wach­sen­de Antisemitismus und staat­li­che Vorgaben wirk­ten sich direkt auf ihre Geschichte aus. Am Ende steht die beson­de­re Frage, war­um die Synagoge – anders als vie­le ande­re – den Nationalsozialismus bau­lich weit­ge­hend über­stan­den hat und sie bis heu­te als Zeugnis der jüdi­schen Geschichte Oerlinghausens erhal­ten ist.

08.11.–20.12.2026

Ausstellung

Daniel Wagenblast

Mensch und Raum

Daniel Wagenblast, 1963 in Schwäbisch Gmünd gebo­ren, ist ein Meister im Umgang mit Holz. Sein Thema ist seit sei­nem Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart der Mensch in sei­ner Beziehung zur Welt – sei­en es Pistolen, Tiere, die Weltkugel, ein Auto oder eine Kirche, ein Panzer, ein Haus, ein Mann oder eine Frau. All die­se Akteure in Wagenblasts Skulpturen erzäh­len Geschichten von Größenverschiebungen und wun­der­sa­men Beziehungen zwi­schen der Welt und den Menschen und ihren Dingen: der Mensch als ein Suchender, ein Ausschauhaltender, ein Träumer am Abgrund oder einer, der als Held die Welt erobert. Eine kom­ple­xe Welt, ein gan­zer Kosmos wird mit ein­fa­chen Mitteln geschaf­fen. Seine Figuren sind eher pro­to­ty­pisch und, nicht unge­wöhn­lich, an der Figur des Künstlers ori­en­tiert. Die bewusst belas­se­ne Rauheit der Oberfläche nimmt viel von einem etwa illu­sio­nis­ti­schen Eindruck weg – es ist eben die Wirklichkeit des Künstlers, die uns in den Arbeiten begeg­net, die im Abstand zu der von uns wahr­ge­nom­me­nen Wirklichkeit sogleich zur Wahrheit wird.

22.11.2026, 11:30 Uhr

Performance

Anna Bella Eschengerd

Eingelebt

06.09.–18.10.2026

Ausstellung

Beate Haupt

Begegnung mit Moses

Für ihre Ausstellung in der Alten Synagoge erar­bei­te­te die in Braunschweig leben­de und arbei­ten­de Künstlerin Beate Haupt, 1966 in Wolfenbüttel gebo­ren, die Werkreihe Begegnung mit Moses. Sie ent­wi­ckel­te sich aus einem Bild, das sie über Jahre im Kopf hat­te und das beim Schwimmen im Mittelmeer ent­stan­den war: Ein jun­ger Mann mit lan­gen Haaren stand im Wasser. Ein leich­ter Brustansatz ver­wisch­te die deut­li­che Zuordnung zum Geschlecht. Ein moder­ner Mann und doch wie aus einem alten Gemälde, glei­ßend ein­ge­hüllt von einem fah­len Hellviolett des Wassers. Diesen Mann will sie zei­gen, einen Moses der heu­ti­gen Zeit, stark und schwach zugleich, mit dem Wasser kämp­fend, sich ver­ängs­tigt umschau­end, stolz in die Fluten schrei­tend, das Wasser weg­pus­tend, schwim­mend, trei­bend. Beate Haupt gibt der bibli­schen Erzählung vom Zerteilen des Wassers und des Hindurchschreitens bewusst kei­nen Raum. Sie möch­te eine all­täg­li­che Geschichte zei­gen – so, wie sie heu­te statt­fin­det, auf der gan­zen Welt.

27.09.2026, 11:30 Uhr

Vortrag

Christina Végh

Kunstvereine und zeitgenössische Kunst

04.10.2026, 11:30 Uhr

Konzert

Jenny Meyer

Konzert mit Harfe

Herbst 2026

Buchpräsentation

Jürgen Hartmann, Isolde Müller-Borchert und Prof. Dr. Andreas Beaugrand

Neue Geschichte der Juden in Oerlinghausen

Die ver­schie­de­nen Synagogen von Oerlinghausen ste­hen im Mittelpunkt die­ser Veröffentlichung. Anhand ihrer Entstehung, ihrer bau­li­chen Veränderungen und ihrer Nutzung erzählt es die Geschichte eines Ortes, an dem jüdi­sches Leben über rund 250 Jahre hin­weg sicht­bar war – im Alltag wie im Ortsbild. Grundlage sind neu erschlos­se­ne Archivquellen, dar­un­ter bis­lang kaum aus­ge­wer­te­te Gemeinderechnungen und Verwaltungsakten. Sie erlau­ben es, die Geschichte der Oerlinghauser Synagogen seit dem 18. Jahrhundert erst­mals weit­ge­hend geschlos­sen nach­zu­zeich­nen.

Im Zentrum ste­hen die unter­schied­li­chen Synagogen: frü­he Betstuben in pri­va­ten oder ange­mie­te­ten Räumen ab der Mitte des 18. Jahrhunderts, dann zwei schlich­te Bauten und schließ­lich der reprä­sen­ta­ti­ve Neubau des spä­ten 19. Jahrhunderts an der Tönsbergstraße. Diese Synagogen erzäh­len zugleich von der Entwicklung der jüdi­schen Gemeinschaft vor Ort. Deutlich wer­den inner­jü­di­sche Konflikte, reli­giö­se Orientierungen und sozia­le Veränderungen.

Darüber hin­aus nimmt die Veröffentlichung die Umgebung in den Blick, in der die­se Synagogen ent­stan­den und bestan­den. Fragen von Integration und Ausgrenzung, der wach­sen­de Antisemitismus und staat­li­che Vorgaben wirk­ten sich direkt auf ihre Geschichte aus. Am Ende steht die beson­de­re Frage, war­um die Synagoge – anders als vie­le ande­re – den Nationalsozialismus bau­lich weit­ge­hend über­stan­den hat und sie bis heu­te als Zeugnis der jüdi­schen Geschichte Oerlinghausens erhal­ten ist.

08.11.–20.12.2026

Ausstellung

Daniel Wagenblast

Mensch und Raum

Daniel Wagenblast, 1963 in Schwäbisch Gmünd gebo­ren, ist ein Meister im Umgang mit Holz. Sein Thema ist seit sei­nem Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart der Mensch in sei­ner Beziehung zur Welt – sei­en es Pistolen, Tiere, die Weltkugel, ein Auto oder eine Kirche, ein Panzer, ein Haus, ein Mann oder eine Frau. All die­se Akteure in Wagenblasts Skulpturen erzäh­len Geschichten von Größenverschiebungen und wun­der­sa­men Beziehungen zwi­schen der Welt und den Menschen und ihren Dingen: der Mensch als ein Suchender, ein Ausschauhaltender, ein Träumer am Abgrund oder einer, der als Held die Welt erobert. Eine kom­ple­xe Welt, ein gan­zer Kosmos wird mit ein­fa­chen Mitteln geschaf­fen. Seine Figuren sind eher pro­to­ty­pisch und, nicht unge­wöhn­lich, an der Figur des Künstlers ori­en­tiert. Die bewusst belas­se­ne Rauheit der Oberfläche nimmt viel von einem etwa illu­sio­nis­ti­schen Eindruck weg – es ist eben die Wirklichkeit des Künstlers, die uns in den Arbeiten begeg­net, die im Abstand zu der von uns wahr­ge­nom­me­nen Wirklichkeit sogleich zur Wahrheit wird.

22.11.2026, 11:30 Uhr

Performance

Anna Bella Eschengerd

Eingelebt