Heimstatt des Kunstvereins Oerlinghausen ist die ehemalige Synagoge am Tönsberg. Durch die Veräußerung etwa ein Vierteljahr vor den Novemberpogromen 1938 entging das Gebäude der Zerstörung durch die Nationalsozialisten. Im Juli 2018 jährte sich der Notverkauf der Synagoge zum 80. Mal jähren. Aus diesem Anlass reflektiert der Bielefelder Künstler Franjo Tholen den Ort hinsichtlich seiner Wirkung und Umgebung mit einfachen Mitteln und knüpft punktuell weitere übergreifende wie subjektive Bezüge.

Ob ehemaliges Gottes- oder aktuelles Kunsthaus, die beschauliche Stätte mit ihrer besonderen Ausstrahlung repräsentiert durchaus all jene sozialen Räume und Konstruktionen, die vornehmlich von Gleichgesinnten zu erbaulichen Begegnungen und Beglaubigungen aufgesucht werden. Die Ausstattungen derartiger Unterkünfte und gewohnter Übereinkünfte wirken wie Echoräume. Deren Resonanzen verführen dazu, in diesen Bauten hausen zu wollen, so oder so.

Gespräche mit dem Künstler:

Donnerstag, 20. Sept. 2018, 18.30 Uhr
Sonntag, 30. Sept. 2018, 16.30 Uhr
Samstag, 6. Okt. 2018, 16.30 Uhr