• Rachel Kohn: Ab und zu Haus

    Rachel Kohn (geboren 1962 in Prag) zeigt in einer dichten Installation diverse Ausformungen von Häusern und was unter ihren Dächern passiert. Das Gestaltspektrum reicht von kompakt kubischen und geschlossenen Elementen über amorphe bis hin zu durchbrochenen oder gänzlich offenen Komponenten. Mal ist ihre Anmutung lastend,…

  • Angelika Höger: Im Raum

    Einen Schwerpunkt ihrer Arbeit setzt die in Bielefeld lebende und arbeitenden Künstlerin Angelika Höger an den unscharfen Rändern zwischen Plastik, kinetischen Objekten und Klangkörpern sowie deren Beziehung zum Raum. Viele ihrer Werke entstehen nur für den speziellen Ort und existieren für die kurze Zeit von…

  • Axel Plöger: Sessions. Zeit und Farbe

    „Das Abbild hat mich nie interessiert, meine Bilder sind Spuren eines Prozesses, der zwischen mir und der Leinwand stattfindet.“ – Der Detmolder Künstler Axel Plöger stellt in seiner Ausstellung einer Arbeit von 1999 aktuelle Werke gegenüber und bezeugt so ein für ihn wesentliches prozessorientiertes Verständnis…

  • Adrian Sauer: Wand und Boden

    In der Alten Synagoge zeigt Adrian Sauer neue Arbeiten. Diese gehen der Frage nach: Was ist ein Bild, eine Fotografie und wie äußert sich darin das Verhältnis zwischen Schein und Sein, Wahrheit und Wirklichkeit? Falk Haberkorn, Künstler und Studienfreund von Adrian Sauer, nannte dessen Arbeiten…

  • Michael Strauß: Es ist noch nicht vorbei

    Michael Strauß, Jahrgang 1957, ist ein innovativer Künstler, der sich auf figurative, häufig raumgreifende Skulpturen aus Papier und Pappe spezialisiert hat. Durch verschiedene Bearbeitungstechniken verwandelt er diese vermeintlich einfachen Materialien in vielfältige Formen, die sowohl künstlerischen Ausdruck als auch technologische Komplexität vereinen. In der Alten…

  • Alexandra Sonntag: Colours

    Alexandra Sonntag, 1969 in Herford geboren und nach Abschluss eines Studiums an der Hochschule für Bildende Kunst Braunschweig als Meisterschülerin von John M. Armleder in Bielefeld und Genf zu Hause, stellt die Landschaft mit ihren Vegetationsformen und den in ihr lebenden Geschöpfen ins Zentrum ihrer…

  • Wolfgang Troschke: Malerische Innovationen

    Die Kunst des (früheren) Hochschullehrers, Grafikers und Malers Wolfgang ‚Iki‘ Troschke, 1947 in Hilmarshausen geboren, war bisher immer eine außergewöhnliche Mischung von mythologischer Ikonografie und malerisch-zeichnerischer Improvisation – beeinflusst von den Meistern des deutschen Informel, die er zu einem großen Teil persönlich kannte und die er zu neuer Blüte führte: in Geschichten um Zeichen, die die Betrachtenden immer wieder neu in Kreuzen, Schiffen, Schilden, Toren, Gittern oder Masken zu erkennen glauben und die sich im nächsten Augenblick der Erkenntnis wieder entziehen.
    Jetzt gibt es zur großen Überraschung von allen, die ihn kennen, einen ‚neuen Troschke‘, der in seiner Kunst zwar immer noch nicht von der ursprünglich weißen, unbefleckten Leinwand ausgeht, sondern sich von vorgefundenen Spuren auf der zuvor grundierten Leinwand oder von auf der Druckplatte vorhandenen Spuren zur Entscheidungsfindung und zum Freudenfest der Farben und Formen im Bild anregen lässt, jedoch farblich und strukturell ganz anders als bisher:
    Neue wunderbare Kunstwerke in unerwarteten Farben und Formen entstehen seit zwei, drei Jahren in dem für ihn typischen ‚Troschke-Verfahren‘: der neue Troschke!

  • Veit Mette: Gewissheiten

    Mit dieser Ausstellung präsentiert der Kunstverein neue Arbeiten des Bielefelder Fotografen Veit Mette (Jahrgang 1961). Seine dokumentarischen Bilder sind als Momentaufnahmen die fotografische Biografie einer Stadt: Bielefeld. Sie halten künstlerisch fest, was sonst im Strom der Zeit verloren geht. Den Menschen in dieser Stadt zeigen sie, wer sie waren und wer sie geworden sind. Ob nun mit seinen großformatigen Bildern in der Universität, den Fotografien von Menschen aus Bethel, die auf einem Stadtbahnzug durch Bielefeld unterwegs sind, oder mit den zahlreichen anderen Kunstprojekten Mettes – stets liegt ihrer Präsenz der Wunsch zugrunde, die Kunst in den Alltag der Menschen hineinzuholen.
    Mit den gesellschaftlichen Brüchen – seien es Probleme der fortschreitenden Urbanisierung, der ökologischen Krise oder radikale politische Verwerfungen – sind uns allen alte Gewissheiten abhandengekommen. Wie bei einem Seismografen hat Veit Mettes Kunst sich verändert und die Form einer Suchbewegung angenommen. Mithilfe von Mehrfachbelichtungen setzt er Bildwelten in Bewegung, die das Unscharfe und Ungewisse dieser Suche ausdrücken. Die Grenze zwischen Fotografie, grafischer Darstellung oder Malerei wird dabei überschritten und stellt den Versuch dar, die Suche nach neuen Gewissheiten zu einer allgemeinen, zu einer gemeinsamen Sache zu machen.

  • Bruno Raetsch: Friends

    Bruno Raetsch, 1962 geboren in Neuß und aufgewachsen in Potsdam, ist Professor für Bildhauerei/Figur an der Burg Giebichenstein und Leiter der gleichnamigen Klasse. Er vertritt hier eine Kunstrichtung, bei der man den traditionellen Begriff der Bildhauerei, bei der ein Handwerker „ein Bild aus dem Stein oder Holz ‚haut‘“, getrost über Bord werfen kann. Bruno Raetsch ist künstlerisch vollkommen eigenständig, frei von Konventionen und fähig, Stimmungen, Gefühle, Gedanken und Erinnerungen plastische Gestalt zu verleihen – in dreidimensional wirkenden Zeichnungen von Seelenlandschaften, surrealistisch anmutenden und oftmals auch gesellschaftskritischen Holzskulpturen, durch raumgreifende dreidimensionale Installationen und durch Plastiken aus Ton, Beton und anderen Materialien, aus denen er auch Bronzeplastiken gießt. „In den malerischen und plastischen Arbeiten steckt eine unheimlich geballte rohe Energie – wie bei Eichen im Gegenwind“, schreibt der in London lebende Hans Stofer, über Raetschs Kunst: „Diese Energie breitet sich über die Oberflächen bis zum Objekt- bzw. Bildrand aus, an dem sie sich zu verkrusteten, dunklen und schattenartigen Gestalten verfestigt. Die Malerei wird plastisch, die Plastiken werden malerisch“ – und die Kunst wirkt wie lebend.