
Willkommen im
Kunstverein Oerlinghausen
EINE BÜRGERINITIATIVE FÜR DIE KUNST
Fast fünf Jahrzehnte Kunstverein Oerlinghausen – das ist, nimmt man die Gründung der ersten Kunstvereine im 19. Jahrhundert zum Vergleich, kein Aufsehen erregendes Ereignis. Nach außen hin. Nach innen ist die Zeitspanne ausgefüllt mit vielen guten, zum Teil herausragenden Gelegenheiten der Begegnung mit Kunst, mit Künstlerinnen und Künstlern. Diese Bürgerinitiative für die Vermittlung von Kunst hat in der Bergstadt Oerlinghausen und weit darüber hinaus Spuren hinterlassen und ganz entschieden das kulturelle Leben geprägt.
Seit sich 1976 junge Oerlinghauser Bürgerinnen und Bürger zusammenschlossen, haben mehr als 230 Ausstellungen interessierten Mitbürgerinnen und Mitbürgern die Auseinandersetzung mit und die Freude an zeitgenössischer Kunst ermöglicht. Diese konsequente und von allen Mitgliedern ehrenamtlich geleistete Arbeit wird auch von den Künstlerinnen und Künstlern geschätzt und hat dazu beigetragen, den Kunstverein Oerlinghausen über die Grenzen der Region hinaus bekannt zu machen.
Matineen im Kunstverein
11.01.–22.02.2026
Ausstellung
Wolfgang Troschke
Malerische Innovationen
Die Kunst des (früheren) Hochschullehrers, Grafikers und Malers Wolfgang ‚Iki‘ Troschke, 1947 in Hilmarshausen geboren, war bisher immer eine außergewöhnliche Mischung von mythologischer Ikonografie und malerisch-zeichnerischer Improvisation – beeinflusst von den Meistern des deutschen Informel, die er zu einem großen Teil persönlich kannte und die er zu neuer Blüte führte: in Geschichten um Zeichen, die die Betrachtenden immer wieder neu in Kreuzen, Schiffen, Schilden, Toren, Gittern oder Masken zu erkennen glauben und die sich im nächsten Augenblick der Erkenntnis wieder entziehen.
Jetzt gibt es zur großen Überraschung von allen, die ihn kennen, einen ‚neuen Troschke‘, der in seiner Kunst zwar immer noch nicht von der ursprünglich weißen, unbefleckten Leinwand ausgeht, sondern sich von vorgefundenen Spuren auf der zuvor grundierten Leinwand oder von auf der Druckplatte vorhandenen Spuren zur Entscheidungsfindung und zum Freudenfest der Farben und Formen im Bild anregen lässt, jedoch farblich und strukturell ganz anders als bisher:
Neue wunderbare Kunstwerke in unerwarteten Farben und Formen entstehen seit zwei, drei Jahren in dem für ihn typischen ‚Troschke-Verfahren‘: der neue Troschke!
01.03.–26.04.2026
Ausstellung
Veit Mette
Gewissheiten
Mit dieser Ausstellung präsentiert der Kunstverein neue Arbeiten des Bielefelder Fotografen Veit Mette (Jahrgang 1961). Seine dokumentarischen Bilder sind als Momentaufnahmen die fotografische Biografie einer Stadt: Bielefeld. Sie halten künstlerisch fest, was sonst im Strom der Zeit verloren geht. Den Menschen in dieser Stadt zeigen sie, wer sie waren und wer sie geworden sind. Ob nun mit seinen großformatigen Bildern in der Universität, den Fotografien von Menschen aus Bethel, die auf einem Stadtbahnzug durch Bielefeld unterwegs sind, oder mit den zahlreichen anderen Kunstprojekten Mettes – stets liegt ihrer Präsenz der Wunsch zugrunde, die Kunst in den Alltag der Menschen hineinzuholen.
Mit den gesellschaftlichen Brüchen – seien es Probleme der fortschreitenden Urbanisierung, der ökologischen Krise oder radikale politische Verwerfungen – sind uns allen alte Gewissheiten abhandengekommen. Wie bei einem Seismografen hat Veit Mettes Kunst sich verändert und die Form einer Suchbewegung angenommen. Mithilfe von Mehrfachbelichtungen setzt er Bildwelten in Bewegung, die das Unscharfe und Ungewisse dieser Suche ausdrücken. Die Grenze zwischen Fotografie, grafischer Darstellung oder Malerei wird dabei überschritten und stellt den Versuch dar, die Suche nach neuen Gewissheiten zu einer allgemeinen, zu einer gemeinsamen Sache zu machen.
15.03.2026, 11:30 Uhr
Vortrag
Gisela Burkamp
Kunst-Geschichte in Oerlinghausen
Gisela Burkamp, 1941 in Berlin geboren, 1962 Abitur und Beginn des zweijährigen Volontariats bei der Westfälischen Zeitung in Bielefeld. 1964 Heirat mit Dieter Burkamp, zwei Kinder. Seit 1970 freie Journalistin für Kunstkritik. Ab 1986 Studium der Kunstgeschichte, Publizistik und Germanistik an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster, 1996 Magisterabschluss. 1980 bis 2010 Künstlerische Leiterin des Kunstvereins Oerlinghausen. Freie Kuratorin und Publizistin.
„Haus unseres Gedächtnisses“
Diese Zeilen aus einem Gedicht von Zygmunt Januszewski für die Gemeinschaftsausstellung mit Fred Schierenbeck – Haus im Haus – steht programmatisch für 50 Jahre Kunstverein Oerlinghausen. Kunstverein ist Bürgerinitiative, und genau deshalb entstand ein Kunstverein in Oerlinghausen. An die Anfänge, die Begeisterung und die Schwierigkeiten, die Arbeit, die Rückschläge und die Erfolge sei in einem Rückblick erinnert. Das gilt auch für die Personen, die Gründung und Fortbestand ermöglicht haben. Dass die ehemalige Synagoge, seit 1980 Domizil des Kunstvereins, überhaupt zu einem Haus des Gedächtnisses werden konnte, ist ein Gemeinschaftswerk der Mitglieder, aber auch von politischen Kräften in Oerlinghausen, die sich für die Erhaltung und später die Renovierung eingesetzt haben.
Kunst und Erinnerung – in den Jahresprogrammen des Kunstvereins sind sie seit Beginn vor 50 Jahren entscheidende Vorgaben. Besondere Beispiele sollen die gelungene Balance zwischen beiden Kräften belegen.
11.01.–22.02.2026
Ausstellung
Wolfgang Troschke
Malerische Innovationen
Die Kunst des (früheren) Hochschullehrers, Grafikers und Malers Wolfgang ‚Iki‘ Troschke, 1947 in Hilmarshausen geboren, war bisher immer eine außergewöhnliche Mischung von mythologischer Ikonografie und malerisch-zeichnerischer Improvisation – beeinflusst von den Meistern des deutschen Informel, die er zu einem großen Teil persönlich kannte und die er zu neuer Blüte führte: in Geschichten um Zeichen, die die Betrachtenden immer wieder neu in Kreuzen, Schiffen, Schilden, Toren, Gittern oder Masken zu erkennen glauben und die sich im nächsten Augenblick der Erkenntnis wieder entziehen.
Jetzt gibt es zur großen Überraschung von allen, die ihn kennen, einen ‚neuen Troschke‘, der in seiner Kunst zwar immer noch nicht von der ursprünglich weißen, unbefleckten Leinwand ausgeht, sondern sich von vorgefundenen Spuren auf der zuvor grundierten Leinwand oder von auf der Druckplatte vorhandenen Spuren zur Entscheidungsfindung und zum Freudenfest der Farben und Formen im Bild anregen lässt, jedoch farblich und strukturell ganz anders als bisher:
Neue wunderbare Kunstwerke in unerwarteten Farben und Formen entstehen seit zwei, drei Jahren in dem für ihn typischen ‚Troschke-Verfahren‘: der neue Troschke!
01.03.–26.04.2026
Ausstellung
Veit Mette
Gewissheiten
Mit dieser Ausstellung präsentiert der Kunstverein neue Arbeiten des Bielefelder Fotografen Veit Mette (Jahrgang 1961). Seine dokumentarischen Bilder sind als Momentaufnahmen die fotografische Biografie einer Stadt: Bielefeld. Sie halten künstlerisch fest, was sonst im Strom der Zeit verloren geht. Den Menschen in dieser Stadt zeigen sie, wer sie waren und wer sie geworden sind. Ob nun mit seinen großformatigen Bildern in der Universität, den Fotografien von Menschen aus Bethel, die auf einem Stadtbahnzug durch Bielefeld unterwegs sind, oder mit den zahlreichen anderen Kunstprojekten Mettes – stets liegt ihrer Präsenz der Wunsch zugrunde, die Kunst in den Alltag der Menschen hineinzuholen.
Mit den gesellschaftlichen Brüchen – seien es Probleme der fortschreitenden Urbanisierung, der ökologischen Krise oder radikale politische Verwerfungen – sind uns allen alte Gewissheiten abhandengekommen. Wie bei einem Seismografen hat Veit Mettes Kunst sich verändert und die Form einer Suchbewegung angenommen. Mithilfe von Mehrfachbelichtungen setzt er Bildwelten in Bewegung, die das Unscharfe und Ungewisse dieser Suche ausdrücken. Die Grenze zwischen Fotografie, grafischer Darstellung oder Malerei wird dabei überschritten und stellt den Versuch dar, die Suche nach neuen Gewissheiten zu einer allgemeinen, zu einer gemeinsamen Sache zu machen.
15.03.2026, 11:30 Uhr
Vortrag
Gisela Burkamp
Kunst-Geschichte in Oerlinghausen
Gisela Burkamp, 1941 in Berlin geboren, 1962 Abitur und Beginn des zweijährigen Volontariats bei der Westfälischen Zeitung in Bielefeld. 1964 Heirat mit Dieter Burkamp, zwei Kinder. Seit 1970 freie Journalistin für Kunstkritik. Ab 1986 Studium der Kunstgeschichte, Publizistik und Germanistik an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster, 1996 Magisterabschluss. 1980 bis 2010 Künstlerische Leiterin des Kunstvereins Oerlinghausen. Freie Kuratorin und Publizistin.
„Haus unseres Gedächtnisses“
Diese Zeilen aus einem Gedicht von Zygmunt Januszewski für die Gemeinschaftsausstellung mit Fred Schierenbeck – Haus im Haus – steht programmatisch für 50 Jahre Kunstverein Oerlinghausen. Kunstverein ist Bürgerinitiative, und genau deshalb entstand ein Kunstverein in Oerlinghausen. An die Anfänge, die Begeisterung und die Schwierigkeiten, die Arbeit, die Rückschläge und die Erfolge sei in einem Rückblick erinnert. Das gilt auch für die Personen, die Gründung und Fortbestand ermöglicht haben. Dass die ehemalige Synagoge, seit 1980 Domizil des Kunstvereins, überhaupt zu einem Haus des Gedächtnisses werden konnte, ist ein Gemeinschaftswerk der Mitglieder, aber auch von politischen Kräften in Oerlinghausen, die sich für die Erhaltung und später die Renovierung eingesetzt haben.
Kunst und Erinnerung – in den Jahresprogrammen des Kunstvereins sind sie seit Beginn vor 50 Jahren entscheidende Vorgaben. Besondere Beispiele sollen die gelungene Balance zwischen beiden Kräften belegen.
Zur Geschichte der Synagoge in Oerlinghausen
Jürgen Hartmann zeigt auf einer eigenen Website eindrucksvoll dank zahlreicher historischer Quellen die neuesten Erkenntnisse zur Geschichte der Synagoge in Oerlinghausen – von 1894 bis heute.