Kunstverein Oerlinghausen e.V.

»Paintings speak with the language of light: Silent: with an inner light. An outer light which is the image and an inner light which is the soul.«
Sean Scully (* 30. Juni 1945, Dublin, Irland)

SVEN HENRIC OLDE – HEIMAT

Eine Beziehung zwischen Mensch und Raum

Zur Eröffnung der Ausstellung am Freitag, dem 29. April 2022, um 18.00 Uhr im Bürgerhaus der Stadt Oerlinghausen sind Sie, Ihre Familie und Freunde herzlich eingeladen.
Die Teilnahme ist unter den üblichen Hygienebedingungen und mit 3G-Nachweis möglich.

Begrüßung: Isolde Müller-Borchert, 1. Vorsitzende des Kunstvereins
Einführung: Prof. Dr. Andreas Beaugrand, Künstlerischer Leiter
Der Künstler Sven Henric Olde ist anwesend.

Nach der Eröffnung werden die Anwesenden in Kleingruppen in die Alte Synagoge geführt, Wartezeiten sind wahrscheinlich. Im Rahmen der Ausstellung wird das 11. Digitale Kunstgespräch aufgezeichnet welches auf der Kunstvereinswebsite veröffentlicht ist.
Öffnungszeiten: Sa 15 – 17, So 11 – 13 und 15 – 17 Uhr, Pfingsten geschlossen, auf telefonische Anfrage bei Sven Henric Olde: 0176.20251201 und unter 05202.6170

Am Freitag, dem 29. April 2022, um 18 Uhr eröffnet der Kunstverein Oerlinghausen im Bürgerhaus der Stadt Oerlinghausen in der Tönsbergstraße die Ausstellung des Grafikers, Zeichners und Malers Sven Henric Olde.
Sven Henric Olde, Jahrgang 1989, den Sie bereits seit dem 3. Digitalen Kunstgespräch kennen (https://kunstverein-oerlinghausen.de/3-digitales-kunstgespraech/), hat am Fachbereich Gestaltung der FH Bielefeld Grafik und Kommunikationsdesign zunächst im Bachelor-, dann im Masterstudiengang studiert und 2017 mit dem Master of Arts sein Studium beendet. Bereits während dieser Zeit hat sich Sven Henric Olde gestalterisch, künstlerisch und theoretisch mit für ihn existenziellen Themen auseinandergesetzt und sich mit großem Engagement und in beeindruckender Selbstständigkeit auf den Weg gemacht, seine „Leidenschaft für die Kunst“ (Sandro Chia) in die Theorie und Praxis der grafischen Gestaltung zu integrieren – angefangen mit unorthodoxen Menschenstudien über surrealistisch anmutende Momentaufnahmen auf Reisen bis hin zu künstlerisch-narrativen Bild(er)geschichten, die tagebuchartig die Insbildsetzung von Leben und Welt in die Kunst zeigen (S. dazu auch seine Website https://www.svenolde.de/ und @svenhenricolde). Seinen Kunstthemen nähert sich der Künstler wie ein Poet, der im Gegensatz zum Analytiker viel mehr und weitergehend in den Gegenständen, dinglichen Zeugnissen und Phänomenen unserer Umwelt sieht, als das nach den Regeln der Vernunft eigentlich möglich ist.
In der Alten Synagoge des Kunstvereins Oerlinghausen setzt sich Sven Henric Olde mit dem Thema Heimat auseinander – ein Thema, das durch den Überfall Russlands auf die Ukraine am 24. Februar 2022, den seitdem geführten entsetzlichen Krieg und die Flucht von bisher über fünf Millionen Menschen aus ihrem Heimatland eine tragisch aktuelle Bedeutung bekommen hat.

Mit freundlicher Unterstützung vom

Kontakt

Kunstverein Oerlinghausen e.V.,

Alte Synagoge

Tönsbergstr. 4, 33813 Oerlinghausen

info@kunstverein-oerlinghausen.de

Tel. 0 52 02.61 70; nur während der Öffnungszeiten: Tel. 0 52 02.15 84 48

Aktuelles

Ausstellungseröffnung des Grafikers, Zeichners und Malers Sven Henric Olde am Freitag, dem 29. April 2022.

Jahresprogramm 2022

27. März bis 24. April 2022
Iris Friedrich

1. Mai bis 26. Juni 2022
Sven Henric Olde

14. August bis 1. Oktober 2022
Walter Hellenthal

23. Oktober bis 11. Dezember 2022
Rosemarie und Bernhard Sprute

Mehr dazu hier.

Öffnungszeiten

Do und Sa 15 – 17, So 11 – 13 und 15 – 17 Uhr

sowie auf Anfrage, an Feiertagen geschlossen

Zwölf Sterne des Jahres haben die Neue Westfälische, das Haller Kreisblatt und die Lippische Landes-Zeitung an OWL-Kulturmacher vergeben

Andreas Beaugrand geht neue Wege
Der Kunstverein Oerlinghausen hat sich mit seinen ambitionierten Ausstellungsprogrammen und der Lust am Experiment in den vergangen Jahren einen Namen weit über die Region hinaus gemacht. 2019 hat der aktuelle künstlerische Leiter, Andreas Beaugrand, erneut neue Wege beschritten, indem er das klassische Konzept von Ausstellungen verlassen und die Ausstellung unter dem Titel „onedotseven – Look ahead“ zu einer Installation und Performance in vier Akten ausgeweitet hat.
Im Zentrum des ungewöhnlichen Projekts stand die Frage, „kann man Menschen anhand ihrer Kleidung identifizieren?“. In Zusammenarbeit mit der Künstlergruppe „onedotseven“ wurde das Thema Kleidung allumfassend in der Alten Synagoge befragt. Die Besucher wurden dabei von Betrachtern zu Akteuren, waren Teil der unsichtbaren Künstlergruppe „onedotseven“, sammelten und recherchierten zum Thema. Die Ergebnisse wurden in vier Sets und einem ebenso avantgardistischen Kunstbuch präsentiert. Ein gelungenes Wagnis und ein Aufbruch zu neuen Ufern. © Bild & Text: Neue Westfälische

Kunstverein Oerlinghausen – eine Bürgerinitiative für die Kunst

Vier Jahrzehnte Kunstverein Oerlinghausen – das ist, nimmt man die Gründung der ersten Kunstvereine im 19. Jahrhundert zum Vergleich, kein Aufsehen erregendes Ereignis. Nach außen hin. Nach innen ist die Zeitspanne ausgefüllt mit vielen guten, zum Teil herausragenden Gelegenheiten der Begegnung mit Kunst, mit Künstlerinnen und Künstlern. Diese Bürgerinitiative für die Vermittlung von Kunst hat in der Bergstadt Oerlinghausen und weit darüber hinaus Spuren hinterlassen und ganz entschieden das kulturelle Leben geprägt.

Seit sich 1976 junge Oerlinghauser Bürger zusammenschlossen, haben mehr als 200 Ausstellungen interessierten Mitbürgerinnen und Mitbürgern die Auseinandersetzung mit und die Freude an zeitgenössischer Kunst ermöglicht. Diese konsequente und von allen Mitgliedern ehrenamtlich geleistete Arbeit wird auch von den Künstlerinnen und Künstlern geschätzt und hat dazu beigetragen, den Kunstverein Oerlinghausen über die Grenzen der Region hinaus bekannt zu machen.

Das Haus

Nachdem in den ersten drei Jahren die Aula des Oerlinghauser Gymnasiums Ausstellungsraum war, wurde 1979 die erste Ausstellung in der ehemaligen Synagoge Oerlinghausens eröffnet.Die Geschichte dieses jüdischen Bet- und Versammlungshauses ist auch deutsche Geschichte. Die Mitglieder des Kunstvereins sind sich dieser historischen Verknüpfung bewusst.
Dank ihrer Initiative konnte das Haus gerettet werden. Die Pflege und Erhaltung des 1985 renovierten Gebäudes ist die eine Aufgabe, eine andere, die Erinnerung an die unrühmliche deutsche Vergangenheit wachzuhalten, um jede Wiederholung zu verhindern. Immer wieder haben Künstlerinnen und Künstler mit ihren Arbeiten dem Raum „geantwortet“, haben direkt für die Alte Synagoge Bilder, Plastiken und Installationen entworfen, die Architektur und Inhalt zum Thema hatten.
Darunter sind Felix Droese, Günther Uecker, Gerd Winner und viele andere zu nennen, Künstler von internationalem Rang, aber auch namhafte Künstler, die in der Region heimisch geworden sind wie Peter Sommer und Fred Schierenbeck gehören in die Reihe derer, die sich vom Ausstellungsraum der Alten Synagoge in überzeugender Weise inspirieren ließen. Sie stellten sich einer Aufgabe, die auch in den nächsten Jahrzehnten einer der Schwerpunkte in der Ausstellungstätigkeit des Kunstvereins sein wird.

Frühere Ausstellungen

27. März – 24. April 2022

Iris Friedrich: GRAUMELIERT

12. Januar – 23. Februar 2019

Susanne Walter: Mischwald. Pars pro toto

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