
Matineen im Kunstverein
01.03.–26.04.2026
Ausstellung
Veit Mette
Gewissheiten
Mit dieser Ausstellung präsentiert der Kunstverein neue Arbeiten des Bielefelder Fotografen Veit Mette (Jahrgang 1961). Seine dokumentarischen Bilder sind als Momentaufnahmen die fotografische Biografie einer Stadt: Bielefeld. Sie halten künstlerisch fest, was sonst im Strom der Zeit verloren geht. Den Menschen in dieser Stadt zeigen sie, wer sie waren und wer sie geworden sind. Ob nun mit seinen großformatigen Bildern in der Universität, den Fotografien von Menschen aus Bethel, die auf einem Stadtbahnzug durch Bielefeld unterwegs sind, oder mit den zahlreichen anderen Kunstprojekten Mettes – stets liegt ihrer Präsenz der Wunsch zugrunde, die Kunst in den Alltag der Menschen hineinzuholen.
Mit den gesellschaftlichen Brüchen – seien es Probleme der fortschreitenden Urbanisierung, der ökologischen Krise oder radikale politische Verwerfungen – sind uns allen alte Gewissheiten abhandengekommen. Wie bei einem Seismografen hat Veit Mettes Kunst sich verändert und die Form einer Suchbewegung angenommen. Mithilfe von Mehrfachbelichtungen setzt er Bildwelten in Bewegung, die das Unscharfe und Ungewisse dieser Suche ausdrücken. Die Grenze zwischen Fotografie, grafischer Darstellung oder Malerei wird dabei überschritten und stellt den Versuch dar, die Suche nach neuen Gewissheiten zu einer allgemeinen, zu einer gemeinsamen Sache zu machen.
17.05.–12.07.2026
Ausstellung
Bruno Raetsch
Friends
Bruno Raetsch, 1962 geboren in Neuß und aufgewachsen in Potsdam, ist Professor für Bildhauerei/Figur an der Burg Giebichenstein und Leiter der gleichnamigen Klasse. Er vertritt hier eine Kunstrichtung, bei der man den traditionellen Begriff der Bildhauerei, bei der ein Handwerker „ein Bild aus dem Stein oder Holz ‚haut‘“, getrost über Bord werfen kann. Bruno Raetsch ist künstlerisch vollkommen eigenständig, frei von Konventionen und fähig, Stimmungen, Gefühle, Gedanken und Erinnerungen plastische Gestalt zu verleihen – in dreidimensional wirkenden Zeichnungen von Seelenlandschaften, surrealistisch anmutenden und oftmals auch gesellschaftskritischen Holzskulpturen, durch raumgreifende dreidimensionale Installationen und durch Plastiken aus Ton, Beton und anderen Materialien, aus denen er auch Bronzeplastiken gießt. „In den malerischen und plastischen Arbeiten steckt eine unheimlich geballte rohe Energie – wie bei Eichen im Gegenwind“, schreibt der in London lebende Hans Stofer, über Raetschs Kunst: „Diese Energie breitet sich über die Oberflächen bis zum Objekt- bzw. Bildrand aus, an dem sie sich zu verkrusteten, dunklen und schattenartigen Gestalten verfestigt. Die Malerei wird plastisch, die Plastiken werden malerisch“ – und die Kunst wirkt wie lebend.
31.05.2026, 11:30 Uhr
Vortrag
Prof. Claudia Rohrmoser
Kunst, Digital Media und KI
Prof. Claudia Rohrmoser, 1977 in Salzburg geboren, lehrt Motion Design und Mediale Szenografie am Fachbereich Gestaltung der Hochschule Bielefeld (HSBI). Im Jahr 2019 gründete sie die Studienrichtung Digital Media and Experiment, die sich seither als zukunftsweisendes gestalterisches Aushängeschild der HSBI etabliert hat. Neben ihrer Lehrtätigkeit ist sie als Medienkünstlerin in Theater‑, Konzert- und institutionellen Kontexten elektronischer Kunst tätig. Ihre Arbeiten bewegen sich im Grenz- und Zwischenraum von Film, Musik und Bühne. In kritischer Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Zeitlichkeiten menschlicher Wahrnehmung sowie ökologischen Transformationsprozessen entwickelt sie räumliche Bildinszenierungen, die Bewegtbild als Expanded Cinema, audiovisuelle Konzertperformance oder ortsbezogenes Projection Mapping erfahrbar machen. Ihre Arbeiten wurden international gezeigt, unter anderem bei Mutek Festival Tokio, an der Stanford University, im Hamburger Bahnhof Berlin, bei den Salzburger Osterfestspielen, der Ars Electronica sowie am Theater Bielefeld. Sie studierte MultiMediaArt mit Diplom in Computeranimation an der Fachhochschule Salzburg sowie Medienkunst bei Prof. Maria Vedder und Narrativen Film bei Prof. Jutta Brückner an der UdK Berlin. Derzeit forscht sie im Rahmen eines PhD-Programms für künstlerische Forschung an der Universität Mozarteum Salzburg zur räumlich-körperlichen Wirkung von immersiver Medienkunst.
01.03.–26.04.2026
Ausstellung
Veit Mette
Gewissheiten
Mit dieser Ausstellung präsentiert der Kunstverein neue Arbeiten des Bielefelder Fotografen Veit Mette (Jahrgang 1961). Seine dokumentarischen Bilder sind als Momentaufnahmen die fotografische Biografie einer Stadt: Bielefeld. Sie halten künstlerisch fest, was sonst im Strom der Zeit verloren geht. Den Menschen in dieser Stadt zeigen sie, wer sie waren und wer sie geworden sind. Ob nun mit seinen großformatigen Bildern in der Universität, den Fotografien von Menschen aus Bethel, die auf einem Stadtbahnzug durch Bielefeld unterwegs sind, oder mit den zahlreichen anderen Kunstprojekten Mettes – stets liegt ihrer Präsenz der Wunsch zugrunde, die Kunst in den Alltag der Menschen hineinzuholen.
Mit den gesellschaftlichen Brüchen – seien es Probleme der fortschreitenden Urbanisierung, der ökologischen Krise oder radikale politische Verwerfungen – sind uns allen alte Gewissheiten abhandengekommen. Wie bei einem Seismografen hat Veit Mettes Kunst sich verändert und die Form einer Suchbewegung angenommen. Mithilfe von Mehrfachbelichtungen setzt er Bildwelten in Bewegung, die das Unscharfe und Ungewisse dieser Suche ausdrücken. Die Grenze zwischen Fotografie, grafischer Darstellung oder Malerei wird dabei überschritten und stellt den Versuch dar, die Suche nach neuen Gewissheiten zu einer allgemeinen, zu einer gemeinsamen Sache zu machen.
17.05.–12.07.2026
Ausstellung
Bruno Raetsch
Friends
Bruno Raetsch, 1962 geboren in Neuß und aufgewachsen in Potsdam, ist Professor für Bildhauerei/Figur an der Burg Giebichenstein und Leiter der gleichnamigen Klasse. Er vertritt hier eine Kunstrichtung, bei der man den traditionellen Begriff der Bildhauerei, bei der ein Handwerker „ein Bild aus dem Stein oder Holz ‚haut‘“, getrost über Bord werfen kann. Bruno Raetsch ist künstlerisch vollkommen eigenständig, frei von Konventionen und fähig, Stimmungen, Gefühle, Gedanken und Erinnerungen plastische Gestalt zu verleihen – in dreidimensional wirkenden Zeichnungen von Seelenlandschaften, surrealistisch anmutenden und oftmals auch gesellschaftskritischen Holzskulpturen, durch raumgreifende dreidimensionale Installationen und durch Plastiken aus Ton, Beton und anderen Materialien, aus denen er auch Bronzeplastiken gießt. „In den malerischen und plastischen Arbeiten steckt eine unheimlich geballte rohe Energie – wie bei Eichen im Gegenwind“, schreibt der in London lebende Hans Stofer, über Raetschs Kunst: „Diese Energie breitet sich über die Oberflächen bis zum Objekt- bzw. Bildrand aus, an dem sie sich zu verkrusteten, dunklen und schattenartigen Gestalten verfestigt. Die Malerei wird plastisch, die Plastiken werden malerisch“ – und die Kunst wirkt wie lebend.
31.05.2026, 11:30 Uhr
Vortrag
Prof. Claudia Rohrmoser
Kunst, Digital Media und KI
Prof. Claudia Rohrmoser, 1977 in Salzburg geboren, lehrt Motion Design und Mediale Szenografie am Fachbereich Gestaltung der Hochschule Bielefeld (HSBI). Im Jahr 2019 gründete sie die Studienrichtung Digital Media and Experiment, die sich seither als zukunftsweisendes gestalterisches Aushängeschild der HSBI etabliert hat. Neben ihrer Lehrtätigkeit ist sie als Medienkünstlerin in Theater‑, Konzert- und institutionellen Kontexten elektronischer Kunst tätig. Ihre Arbeiten bewegen sich im Grenz- und Zwischenraum von Film, Musik und Bühne. In kritischer Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Zeitlichkeiten menschlicher Wahrnehmung sowie ökologischen Transformationsprozessen entwickelt sie räumliche Bildinszenierungen, die Bewegtbild als Expanded Cinema, audiovisuelle Konzertperformance oder ortsbezogenes Projection Mapping erfahrbar machen. Ihre Arbeiten wurden international gezeigt, unter anderem bei Mutek Festival Tokio, an der Stanford University, im Hamburger Bahnhof Berlin, bei den Salzburger Osterfestspielen, der Ars Electronica sowie am Theater Bielefeld. Sie studierte MultiMediaArt mit Diplom in Computeranimation an der Fachhochschule Salzburg sowie Medienkunst bei Prof. Maria Vedder und Narrativen Film bei Prof. Jutta Brückner an der UdK Berlin. Derzeit forscht sie im Rahmen eines PhD-Programms für künstlerische Forschung an der Universität Mozarteum Salzburg zur räumlich-körperlichen Wirkung von immersiver Medienkunst.
Willkommen im
Kunstverein Oerlinghausen
EINE BÜRGERINITIATIVE FÜR DIE KUNST
Fast fünf Jahrzehnte Kunstverein Oerlinghausen – das ist, nimmt man die Gründung der ersten Kunstvereine im 19. Jahrhundert zum Vergleich, kein Aufsehen erregendes Ereignis. Nach außen hin. Nach innen ist die Zeitspanne ausgefüllt mit vielen guten, zum Teil herausragenden Gelegenheiten der Begegnung mit Kunst, mit Künstlerinnen und Künstlern. Diese Bürgerinitiative für die Vermittlung von Kunst hat in der Bergstadt Oerlinghausen und weit darüber hinaus Spuren hinterlassen und ganz entschieden das kulturelle Leben geprägt.
Seit sich 1976 junge Oerlinghauser Bürgerinnen und Bürger zusammenschlossen, haben mehr als 230 Ausstellungen interessierten Mitbürgerinnen und Mitbürgern die Auseinandersetzung mit und die Freude an zeitgenössischer Kunst ermöglicht. Diese konsequente und von allen Mitgliedern ehrenamtlich geleistete Arbeit wird auch von den Künstlerinnen und Künstlern geschätzt und hat dazu beigetragen, den Kunstverein Oerlinghausen über die Grenzen der Region hinaus bekannt zu machen.
Zur Geschichte der Synagoge in Oerlinghausen
Jürgen Hartmann zeigt auf einer eigenen Website eindrucksvoll dank zahlreicher historischer Quellen die neuesten Erkenntnisse zur Geschichte der Synagoge in Oerlinghausen – von 1894 bis heute.